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Medizinisches
Große medizinisch-wissenschaftliche Untersuchung unseres Vorstandsmitglieds Frau Dr. med. Petra Sommer zum Thema: „Macht Golf glücklich? – Einfluss eines moderaten Golftrainings auf den Serotonin- und Cortisolspiegel“.

„Da ich aus dem aktiven Tennisleistungssport komme, gehörte ich vor 3 Jahren noch zu denen, die alle Vorurteile bezüglich des Golfsports gekannt und geglaubt haben: „Golf ist kein wirklicher Sport und deswegen nur für alte Tattergreise mit Rollator, Golf ist langweilig, die Golfer sind versnobt und unsozial….“
Doch vor 2 ½ Jahren habe ich mir gesagt, es kann nicht sein, dass in Deutschland 500000 Golfer senil, tatterig und versnobt sind. Und so habe auch ich, zunächst ein bisschen widerwillig, den Golfschläger in die Hand genommen. Doch bereits nach einer Woche war auch ich vom Golfvirus infiziert. Schon das Schlagen der Bälle auf der Driving Range ist das beste Antistress-Training. Der Kopf wird vollkommen frei. Alle Gedanken sind auf den Ball fokussiert, fast wie eine Meditation. Nach einer Golfrunde ist man körperlich ein bisschen geschafft, glücklich, entspannt und fast ein bisschen high. Als ich dieses Phänomen auch bei anderen Golfspielern beobachtete (dies kannte ich beim Tennis spielen so nicht, da hadert man oft nach dem Spiel, sogar wenn man gewonnen hat), habe ich mich auf die Suche nach den Ursachen gemacht und bin auf folgende Besonderheiten des Golfsports gestoßen.

  1. Golf ist der einzige Sport, in dem ein Anfänger mit einem Spitzenspieler ohne Einschränkung spielen kann
  2. Golf ist der einzige Sport, in dem ein Anfänger gegen einen Spitzenspieler gewinnen kann.
  3. Die deutsche Stableford-Regelung wertet ein gewonnenes Spiel wesentlich höher als ein verlorenes Spiel. Gerade als Anfänger klettert man sehr schnell in der Wertung nach oben (das Handicap verbessert sich), das motiviert und bringt Spaß zum Weitermachen
  4. Golf gehört zu den moderaten Ausdauersportarten: bei einer 18 Loch- Runde legt man im Durchschnitt 9 Kilometer zurück.
  5. Man kann 10 Löcher schlecht und trotzdem noch eine tolle Runde spielen.
  6. Golf ist ein Wechselspiel der Gefühle, Versagensängste und Hoffnungen auf Erfolg lösen sich ständig ab. Fast spielerisch lernt man die Bewältigung von Misserfolgen oder kritischen Situationen und den Umgang mit Erfolgsdruck, denn nur so kann man das eine Loch abhaken und das nächste bewältigen. Eine Strategie, die einem auch im Alltag sehr gut hilft.
  7. Es gibt keinen Gegner, man tritt nur gegen sich selbst, seinen Ängsten und Schwächen an. Und nichts ist so berauschend wie der Sieg über sich selbst. Schon Arnold Palmer, eine Golflegende aus den 60er Jahren, hat gesagt: „Golf erfordert mehr mentale Stärke, mehr Konzentration und mehr Entschlossenheit als jeder andere Sport.
  8. Beim Golf spielen ist der Golfschlag nur ein Teil des Sports, die schöne Landschaft, die reizvollen Plätze und die herrliche Natur ist für einen Golfer mindestens so wichtig wie ein toller Schlag
  9. … und nicht vergessen sollte man natürlich das „After-Golf“ mit den tollen Golferwitzen.
Als wissenschaftlich interessierte Ärztin hat mich natürlich jetzt beschäftigt, ob es sich bei dem tollen Golferglücksgefühl nur um eine subjektive Empfindung handelt, oder ob beim Golf spielen tatsächlich der Serotoninspiegel (das Glückshormon) ansteigt und der Cortisolspiegel (das Stresshormon) absinkt. Deswegen habe ich 2006 mit einer großen wissenschaftlichen Studie über den Einfluss eines Golfspiels auf den Cortisolspiegel bzw. den Serotoninspiegel begonnen. Hierzu geben die Probanden eine Blut- und Urinprobe vor und nach dem Golfspiel ab. Diese werden dann in 2 verschiedenen Laboren, unabhängig von einander, auf den Cortisol- bzw. Serotonispiegel untersucht. Eine erste statistische Auswertung der Ergebnisse von 41 Probanden aus dem Jahre 2006 ergab, dass durch das Golf spielen der Serotoninspiegel (das Glückshormon) im Durchschnitt von 104,8 auf 160,5 anstieg, und der Cortisolspiegel (das Stresshormon) von 129,5 auf 40,8 abfiel.
Dies Ergebnis war so sensationell, dass ich die Studie in diesem Jahr fortführen möchte. Falls Sie daran teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte vor Ihrem Golfspiel an der Rezeption oder bei mir in der Praxis. Sie bekommen dann vor und nach dem Golfspiel etwas Blut abgenommen und müssen eine Urinprobe abgeben, welches dann auf Serotonin und Cortisol untersucht wird. Nach einigen Tagen erhalten Sie Ihr Ergebnis. Die Untersuchung ist für Sie kostenlos und als kleines Dankeschön erhalten Sie zusätzlich noch ein Exemplar meines Buches „Immunfit forever“. “


Dr. med. Petra Sommer

Rücken-Gymnastik für GolferInnen:

Noch vor ein paar Jahren hat man Frauen auf dem Golfplatz noch nicht so gerne gesehen. So wurde z.B. noch 1975 den Frauen die Teilnahme an den englischen PGA Turnieren verwehrt. In einigen Golfclubs durften sie erst ab 16 Uhr oder am Sonntag auf den Platz. Dabei gibt es kaum eine andere Sportart, in der Männer und Frauen so hervorragend miteinander spielen können. Schon die Golfwettspielordnung sieht dieses durch das Vorverlegen des Damenabschlages vor. So steht wahrscheinlich das G im Wort Golf für Gleichberechtigung.
So ist es eigentlich kein Wunder, dass Golf die neue weibliche Trendsportart ist und schon 40% aller Golfer weiblich sind, denn Golf ist ein hervorragendes Fitness- und Entspannungsprogramm. Während einer 18 Loch-Runde verbrennt man ca. 1200 kcal, formt Bauch- und Rückenmuskulatur und stärkt das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem.
Zwar haben Frauen wegen der geringeren Körpermasse und -größe eine kürzere Schlagdistanz und mehr Probleme bei der Schwungstabilität, doch da beim Golf nicht die Kraft entscheidend ist, sondern die Konzentration und die Technik, können wir Frauen unsere Vorteile geschickt nutzen. So sind Frauen wesentlich beweglicher in der Hüfte und können Rhythmus und Tempo effektiver als die Männer einsetzen. Nur die unterentwickelte Schulter-Nacken-Muskulatur macht uns Frauen oft zu schaffen. Kopfschmerzen, Nackenverspannungen und der klassische Golferarm sind die Folge. Und damit uns das nicht den Spaß am Golfen nimmt, habe ich eine spezielle Schulter-Nacken-Gymnastik, basierend auf einem innovativen Handytrim-Gerät in Verbindung mit Muskel-Entspannungsübungen für Golferinnen entwickelt.

Neue Kurse finden wieder ab September statt. Im Rahmen der Gleichberechtigung sind auch die Herren herzlich bekommen, denen zeigen wir Frauen dann unseren tollen Hüftschwung!
 
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